Der Wald gibt uns allen so viel – nun ist es an der Zeit ihm etwas zurück zu geben

Die Lage des Waldes ist katastrophal: Trockenheit, Stürme, Borkenkäferbefall, Fördermittel, die auf sich warten lassen. Die Liste der Probleme ist lang. Darüber hinaus erfährt er für all die vielen Leistungen, die er für Mensch, Umwelt und Wirtschaft erbringt, viel zu wenig Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Damit sich das ändert, müssen die großen Informationslücken zwischen Forstwirtschaft, Politik und Gesellschaft geschlossen werden. Die Initiative LAND.SCHAFFT.HESSEN setzt mit Unterstützung des Hessischen Waldbesitzerverbandes e.V. an diesem Punkt an: In Form von zwei Videos wird die prekäre Lage und das Ausmaß der Waldschäden veranschaulicht. Eines stellt die Situation der Privatwaldbauern vor und eines zeigt die problematische Situation des Kommunalwaldes an Hand eines Betriebes aus dem Hochtaunuskreis in Hessen.

Die Waldbauern müssen dabei zusehen, wie der Wald, wie sie ihn ihr Leben lang kennen, mehr und mehr verschwindet. Alexandra Freiin von Bischoffshausen betreut mit Herzblut den Wald, der sich seit rund 500 Jahren im Familienbesitz befindet. Doch die traurige Wahrheit ist: Ihr Sohn wird ihn in dieser Form nicht mehr kennenlernen. Die Fichte ist in diesem Wald bereits zu 100 Prozent tot! Der finanzielle Verlust beläuft sich über die nächsten 30 Jahre verteilt auf rund 500.000 Euro. Mit diesem finanziellen Schaden muss die Waldbäuerin alleine klarkommen.

Der Stadtwald Usingen hat innerhalb der vergangenen drei Jahre 50 Prozent des Fichtenwaldes eingebüßt. Die Schäden durch den Borkenkäfer sind enorm. Ein trauriges Bild bietet sich Förster Karl-Matthias Groß jeden Tag, wenn er in den Wald kommt. Auf den geschädigten Flächen sind in den kommenden 30 Jahren keine Einnahmen zu erwarten. Umso wichtiger ist es, dass die Waldbauern für die Leistungen, die sie für die Allgemeinheit erbringen, einen finanziellen Gegenwert erhalten. Außerdem müssen die bewilligten Fördermittel auf schnellem und unbürokratischem Wege dort hingelangen, wo sie benötigt werden.